AVONTUUR LÖSCHEVENT Hamburg 6. Juli – VOYAGE 4

AVONTUUR LÖSCHEVENT Hamburg 6. Juli – VOYAGE 4

Ort:

Hafenmuseum Hamburg, Bremer Kai, Am Kopfbau des Schuppens 50A, Australiastraße in 20457 Hamburg

 

Ein Zeichen gegen den Klimawandel:

Einziger deutscher Segelfrachter Avontuur, Symbol für sauberen Warentransport auf See, kehrt am 6. Juli in den Hamburger Hafen zurück.

 15.500 Seemeilen hat die AVONTUUR in neun Monaten zurückgelegt – und das nahezu ausschließlich mit Windkraft. Nun kommt das einzige deutsche Segelfrachtschiff zurück nach Deutschland. Am 6. Juli entladen Crew und mehr als 100 freiwillige Helfer in einem außergewöhnlichen Lösch-Event die öko-fairen Waren aus Übersee traditionell von Hand.

Nach der vierten Atlantikpassage in die Karibik, Mittelamerika und weiter nach Kanada legt die AVONTUUR mit ihrer 16-köpfigen Besatzung am Samstag Morgen, den 6. Juli im Hafenmuseum Hamburg am Bremer Kai an.

Der volle Laderaum, größtenteils ökologisch produzierte und fair gehandelte Waren, wird wie schon im vergangenen Jahr den Tag über ganz traditionell per Hand gelöscht.

 

Freiwillige Helfer gesucht!

Habt ihr schon mal ein 99 Jahre altes Frachtschiff entladen? Hier ist eure Möglichkeit dabei zu sein! Wir suchen momentan nach Helfern, die uns beim Entladen der AVONTUUR helfen. Fürs leibliches Wohl ist gesorgt und ihr habt die Möglichkeit hinterher an unserer Entladeparty mit live Musik dabei zu sein. Werde ein Teil der Gemeinschaft für den Klimaschutz und unterstütze uns Cargo Under Sail zu stärken. HIER kannst du dich anmelden. Alle Freiwilligen kommen bitte um 9:00 zum Hafenmuseum in Hamburg, denn um 9:30 beginnt das Entladen der AVONTUUR.

 

Mission Zero, Wandel in der Seefracht: Schweröl belastet die Umwelt

Das traditionelle Löschen von Stückgut im Hafenmuseum ist etwas Besonderes, weshalb sich Leiter Carsten Jordan auch dieses Jahr wieder über die Belebung des alten Hafenbetriebs besonders freut. Das Herzstück des Hafenmuseums bildet der Kaischuppen, der noch vor wenigen Jahrzehnten zum Güterumschlag in Deutschlands größtem Hafen genutzt wurde. Mit der Einführung der Container in den 1960er Jahren hat sich der Seefrachtverkehr gewandelt, so dass rund 90% des Welthandels inzwischen über die Meere erfolgt (Wissenschaftliche Dienste Deutscher Bundestag, 2018). Die großen Containerfrachter werden mit Schweröl betrieben und belasten die Umwelt stark. Der Schiffsverkehr auf den Weltmeeren ist schon heute für über zwei Prozent der klimaschädlichen globalen CO2-Emissionen verantwortlich. 2012 betrugen diese ca. 940 Millionen Tonnen CO2. Das sind mehr als die gesamten Emissionen Deutschlands im Jahre 2012 in Höhe von 926 Millionen Tonnen CO2 (Umweltbundesamt, 2016). Schätzungen deuten darauf hin, dass ohne politische Gegenmaßnahmen die CO2-Emissionen des Seeverkehrs in Abhängigkeit von der ökonomischen Entwicklung bis 2050 sogar um 50 bis 250 Prozent im Vergleich zu 2012 ansteigen könnten (Third IMO GHG Study 2014). Es wird also Zeit für einen Wandel in der Seefracht: Mission Zero, für emissionsfreien, sauberen Warentransport auf See.

 

After-Party mit dem Reggae-Künstler Uwe Banton!


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